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Artikel | saldo 12/2012

Geldberatung: Leser fragen, Saldo antwortet

Wie sicher ist die Euro-Untergrenze von Fr. 1.20?

«Ich habe 100 000 Euro auf einem Konto. Nun wird von der Schweizerischen Nationalbank immer lauter gefordert, sie solle den Euro-Kurs von Fr. 1.20 nicht mehr verteidigen. Was soll ich mit meinen Euro tun?»

Die Nationalbank wiederholt zwar immer wieder, dass sie den Euro unter keinen Umständen unter Fr. 1.20 fallen ­lassen wird. In Stein gemeisselt ist diese Untergrenze aber trotzdem nicht. Wer Euro hält, geht also durchaus ein Wechselkursrisiko ein, vor allem mittel- bis langfristig. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie sich von den etwas höheren Euro-Zinsen nicht blenden lassen und die Euro verkaufen.   


Was tun mit Swiss-Life-Obligation?

«In meinem Depot liegt die Anleihe Swiss Life 5¼ Prozent 2011 – perpetual, Valor: 12248844. Soll ich sie behalten, aufstocken oder verkaufen?»

Die Anleihe hat keinen festen Rückzahlungstermin. Das heisst: Allein die Swiss Life bestimmt, wann sie die Obligation zurückzahlen will. Bei einer solchen Obligation muss man mit starken Kursschwankungen rechnen. Zwar ist der Zinssatz dieser Swiss-Life-Anleihe vergleichsweise hoch. Der Grund liegt allerdings darin, dass auch das Risiko relativ hoch ist – sprich: die Anleger könnten einen grossen Teil des investierten Geldes verlieren. Die Anleihe eignet sich nur für Risikofreudige und sollte höchstens ein paar Prozente des Depots ausmachen.    

16. Juni 2012 | Silvio Bertolami, Redaktor K-Tipp/K-Geld


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