|
(0) |
Jede zweite Tätowiertinte und Permanent-Make-Up-Farbe enthält gesundheitlich heikle oder verbotene Substanzen. Dies ergab eine Untersuchung der Kantonslabors. Sie analysierten 190 Proben aus 72 Tätowierstudios. Die Kantonschemiker verboten die Anwendung von jeder dritten getesteten Farbe – meist wegen unzulässiger Farbstoffe oder Konservierungsmittel. Diese können Allergien und Infektionen auslösen und stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Die Kantonschemiker sehen zwei Ursachen für die hohe Beanstandungsquote: Die Tätowierer greifen auf teils verunreinigte oder solche Farbstoffe zurück, die für andere Zwecke wie etwa das Autolackieren entwickelt wurden. Die Kantonschemiker raten den Konsumenten zu mehr Vorsicht: Vielen von ihnen sei zu wenig bewusst, «dass Inhaltsstoffe von Tätowier- und PMU-Farben keinerlei Prüfung oder Zulassung durch nationale Gesundheitsbehörden unterliegen». Immerhin: Die Ergebnisse der aktuellen Tattoofarben-Untersuchung durch die Kantonslabors fielen leicht besser aus als die Resultate von vor zwei Jahren. Damals enthielten vier von fünf Proben nicht zugelassene Stoffe (saldo 13/09).
23. Oktober 2011
