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Artikel | saldo 19/2010

Das Geschäft mit Wechselkursen

Reiseveranstalter operieren oft mit viel zu hohen Wechselkursen. Und profitieren damit auf Kosten der Kunden.

Seit Dezember 2009 gilt bei den SBB für Auslandbillette ein Eurokurs von Fr. 1.56 – obwohl er schon ab dem Juni in Wirklichkeit konstant unter Fr. 1.40 liegt. Die Differenz geht in die Taschen der SBB. Erst auf den 1. Dezember werden die SBB den Kurs anpassen. Statt einmal pro Jahr soll der Kurs ab dann vierteljährlich angepasst werden.


Katalogferien meist mit fixen Wechselkursen

Die meisten Reiseveranstalter operieren mit festen Preisen in Schweizer Franken. Diese basieren auf einem ­bestimmten Umrechnungskurs der im Ausland eingekauften Angebote. saldo wollte von den Reiseveranstaltern wissen: Passen die Schweizer Reiseveranstalter die Preise nach unten an, wenn die Fremdwährung sinkt? Bei den Katalogpreisen ist das weder bei Tui, Kuoni, Vögele noch Hotelplan der Fall.

Ausnahme: Die Tui-eigene Preisbrechermarke 1-2-Fly hat laut dem Managing Director Roberto Luna während dem Sommer bei den Katalogangeboten den Kurs auf Fr. 1.35 gesenkt.  


Am besten per Internet oder selber buchen

Anders als bei Katalogangeboten ist es bei Internet- und Telefonbuchungen. Eine ­saldo-Stichprobe zeigt: Wochen- oder tagesaktuelle Kurse gibt es hier bei Denner Reisen, Migros Ferien, 1-2-Fly, Flex Travel Discount sowie bei Helvetic Tours. Die Angebote von Helvetic Tours sind auch im Reisebüro erhältlich. Städtereisen zu aktuellen Kursen gibt es zudem bei Kuoni.ch und Tui.

Die Preise bei diesen Anbietern entsprechen ziemlich genau dem, was ein Selbstbucher zahlen würde. Beispiel: Bei Kuoni.ch zahlte man am Stichtag für eine Woche Hamburg im Doppelzimmer des Hamburger 25 hours Hotel mit Flug ab Zürich 1718 Franken. Hätte man Flug und Zimmer in Euro bei Lufthansa und dem Hotel selbst zu einem Kurs von Fr. 1.37 gebucht, hätte das 1770 Franken gekostet.

20. November 2010 | Andreas Schildknecht, Redaktion K-Tipp/saldo


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