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Bei Migräne seien Medikamente sinnvoller als eine Operation, sagten Fachleute im letzten Gesundheitstipp. Danach konnten Leserinnen und Leser ihre Fragen zu Migränemitteln stellen. Hier die wichtigsten Antworten der Schweizerischen Medikamenten-Informationsstelle SMI.
Hormone gegen Migräne?
Der Neurologe empfiehlt mir Sexualhormone gegen die Migräne. Der Frauenarzt meint aber, das bringe nichts. Was soll ich tun?
Probieren Sie es mit den Hormonen. Einige Frauen haben dann weniger oft oder weniger stark Migräne. Zudem vertragen viele die Hormone etwa gleich gut wie andere Migränemittel. Sie können den Versuch jederzeit abbrechen, wenn die Hormone nichts bringen oder wenn Sie Nebenwirkungen spüren.
Für Schwangere geeignet?
Ich will schwanger werden. Darf ich das Migränemittel Relpax weiter nehmen?
Man hat nicht untersucht, ob Relpax dem ungeborenen Kind schadet. Zwar geben Tierversuche keinen Hinweis, dass es zu Missbildungen kommt. Trotzdem sollten Sie Relpax nur dann anwenden, wenn die Migräne sehr stark ist und andere Mittel nicht helfen.
Brauche ich ein Antidepressivum?
Wegen der Migräne ist mir das Leben buchstäblich verleidet. Nun hat mir der Arzt ein Medikament gegen Depressionen verschrieben. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich «spinne». Was raten Sie mir?
Ein solches Medikament kann sinnvoll sein. Schmerz bedeutet psychischen Stress. Ein Medikament gegen Depressionen kann Ihnen helfen, den Schmerz weniger stark wahrzunehmen.
01. November 2009
