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So funktionierts: Das Medikament Reductil wirkt im Gehirn: Man fühlt sich schneller satt
Nebenwirkungen: Schlaflosigkeit, trockener Mund, Übelkeit, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen
Ungefähre Kosten pro Jahr: Fr. 1570.– (Kosten für ärztliche Begleitung nicht inbegriffen). Krankenkassen zahlen Reductil ab Body-Mass-Index 35
Anlaufstellen: Arzt
Testperson: Hansjürg Waser (37), Andeer GR
Body-Mass-Index: 40
Gewicht: 140 kg
Motivation, Ziel: Ich bin jetzt 37 Jahre alt. Jetzt ists Matthäi am Letzten: Ich will das Abnehmen anpacken und bis Ende Jahr 14 Kilo abnehmen. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass ich das schaffe
Bis zum 31. Januar habe ich 4 Kilo abgenommen.
Das Medikament Reductil dämpft den Hunger im Hirn. Darum bin ich jetzt schneller satt als früher. Nebenwirkungen spüre ich keine. Ich frühstücke jetzt täglich, dafür esse ich am Mittag weniger. Meine Ärztin hat mir auch empfohlen, viel zu trinken. Während zwei Wochen schreibe ich alles auf, was ich esse, das analysiere ich nachher mit meiner Ärztin. Einmal pro Woche gehe ich mit einem Freund ins Hallenbad schwimmen.
Bis zum 28. Februar habe ich 5 Kilo abgenommen.
Es freut mich, dass ich auch im Februar abgenommen habe. Dank dem Medikament Reductil habe ich weniger Hunger, und ich bin schneller satt. Ich esse jetzt weniger als meine zwölfjährige Tochter, und ich muss trotzdem nicht hungern. Ich schlucke aber nicht nur die Tabletten, sondern befolge auch eine Diät meiner Ernährungsberaterin. Sie hat mir eine ausgewogene Ernährung mit maximal 1800 Kalorien pro Tag empfohlen. Ich esse viel Gemüse und Vollkornprodukte, dazu Poulet und Fisch, nur wenig Teigwaren und Reis. Ich spüre kaum Nebenwirkungen, ich habe nur ab und zu einen trockenen Mund. Das stört mich aber nicht, denn es erinnert mich daran, dass ich mehr trinken sollte. Einmal pro Woche gehe ich schwimmen.
Bis zum 31. März habe ich 5,5 Kilo abgenommen.
Im letzten Monat habe ich weniger schnell abgenommen als am Anfang. Das Medikament Reductil verursacht bei mir keine Nebenwirkungen. Nur einmal war mir am Morgen schwindlig. Meine Ärztin hat mir gesagt, das komme vielleicht davon, dass ich zuwenig getrunken habe. Wenn es wärmer wird, möchte ich mehr Sport treiben: Ich habe mir vorgenommen, zusätzlich zum Schwimmen auch regelmässig laufen zu gehen.
Bis zum 30. April habe ich 7 Kilo abgenommen.
Im April habe ich die Empfehlungen meiner Ernährungsberaterin nicht mehr so konsequent befolgt. Ich habe zwar nicht über die Stränge gehauen, aber mehr Teigwaren gegessen, als ich eigentlich sollte. Dennoch bewirkt das Medikament Reductil mmer noch, dass ich weniger Hunger habe als früher. Eigentlich wollte ich im Frühling mehr laufen an der frischen Luft, aber wegen Arbeitsüberlastung in meinem Architekturbüro konnte ich diese Idee bisher noch nicht in die Tat umsetzen. Ich gehe aber weiterhin jede Woche ins Churer Hallenbad schwimmen.
Bis zum 31. Mai habe ich 8 Kilo abgenommen.
Im Mai habe ich wieder konsequenter darauf geachtet, dass ich nicht zuviel esse. Das Medikament hilft mir immer noch beim Abnehmen. Ich habe von meinen Eltern Stöcke ausgeliehen und mache jetzt einmal pro Woche Nordic Walking.
Bis zum 30. Juni habe ich 8 Kilo abgenommen.
Wenn ich nur die Tabletten schlucken würde, könnte ich nicht abnehmen. Das geht nur, wenn ich Sport treibe. In der letzten Zeit hatte ich dafür aber zuwenig Zeit, denn im Geschäft hatte ich sehr viel zu tun. Wenn es geht, mache ich einmal pro Woche Nordic Walking, und ich benütze den Fitnessraum meiner Eltern. Ich schwimme auch regelmässig in der Badi in Andeer.
Ich hatte nach wie vor wenig Zeit, um Sport zu treiben. Die berufliche Belastung war zu gross. Ich glaube, dies ist der Grund, warum ich wieder leicht zugenommen habe. Im Herbst will ich mich am Riemen nehmen und mich mehr bewegen. Im September beginnt bei uns auch die Jagdsaison. Dann werde ich ein paar Tage lang intensiv bergauf und bergab laufen. Das wird sich bestimmt positiv auf mein Gewicht auswirken.
Bis zum 21. Oktober habe ich 9 Kilo abgenommen.
Im September war ich körperlich sehr aktiv: Während fünf Tagen nahm ich in der Umgebung von Andeer GR an der Jagd teil. Es ist nicht möglich, mit dem Auto ins Jagdgebiet zu fahren. Deshalb stieg ich jeden Tag zu Fuss auf eine Höhe von 2000 bis 2300 Metern. Die Jagd war erfolgreich: Ich habe eine Hirschkuh erlegt. Ich nehme weiterhin jeden Tag Reductil. Ich habe dank dem Medikament jetzt weniger Hunger als zuvor. Ich esse mittags weniger Kohlenhydrate, vor allem Salat und Fleisch. Es wäre aber schon interessant, zu sehen, was passieren würde, wenn ich das Medikament eine Woche lang absetzen würde. Denn ich denke, es ist nicht damit getan, jeden Tag eine Tablette zu schlucken.
Bis zum 30. November habe ich 9 Kilo abgenommen.
Ich habe das Medikament in der letzten Zeit nicht mehr jeden Tag genommen. Ich bin ein bisschen enttäuscht davon. Zwar konnte ich dieses Jahr neun Kilo abnehmen. Damit bin ich eigentlich zufrieden. Ich habe auch keine Nebenwirkungen gespürt. Meine Frau hat das Medikament im letzten Sommer auch genommen, sie litt danach unter Angstzuständen. Das Abnehmen war für mich nicht so einfach, wie ich gedacht habe. Ich vermute, dass sich der Körper auf die geringere Nahrungsaufnahme gewöhnt. Nächstes Jahr will ich Reductil nicht megr nehmen. Ich habe mir vorgenommen, mehr Sport zu treiben. Ich möchte im Winter regelmässig Langlauf machen.
02. Oktober 2007 | Andreas Gossweiler, Redaktion Gesundheitstipp
