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Neue Auslandstarife der Swisscom: Nicht immer billiger

Die Swisscom wirbt auf doppelseitigen Inseraten mit neuen Europa-Tarifen. Die Preise fallen ab dem 22. September teilweise bis zu 50 Prozent. Was sie darin nicht erwähnt: Einzelne Dienste werden teurer.

Neue Auslandstarife der Swisscom: Nicht immer billiger

Kunden im Ausland telefonierten bisher in der sogenannten Taktung 60/30 in die Schweiz. Das bedeutet: 60 Sekunden werden auf jeden Fall verrechnet, auch wenn das Gespräch nur 20 Sekunden dauerte. Danach wird in 30-Sekunden-Schritten verrechnet.

Mit den Tarifänderungen am 22. September wird nach der ersten Minute statt dem 30-Sekunden-Takt jedoch im 60-Sekunden-Takt abgerechnet. Das bedeutet, der Kunde zahle immer bis zur nächsten vollen Minute.

«Diese Taktung ist international sowie bei unseren Schweizer Konkurrenten üblich», sagt Swisscom-Sprecher Sepp Huber.

Teurer wird es auch für Deutschland-Besucher, die SMS in die Schweiz senden. Wer bisher als Swisscom-Vertragskunde ein SMS versenden wollte, zahlte je nach deutschem Partnernetz 20 Rappen (Vodafone), 33 Rappen (E-Plus) oder 35 Rappen (T-Mobile).

Mit den neuen Swisscom-Auslandtarifen zahlt der Kunde einheitlich 40 Rappen für ein SMS.

Die Swisscom strebt damit eine Vereinheitlichung der SMS-Tarife an, begründet Sepp Huber dieses Vorgehen: «Im Durchschnitt kostet heute ein SMS bei den Kunden mit Verträgen 45 Rappen. Der neue und Preistransparente Einheitspreis von 40 Rappen stellt insgesamt eine Senkung für den Kunden dar - auch wenn in Einzelfällen mehr zu zahlen ist.»

11. September 2007 | Philipp Schwarz


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