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Haus & Garten hat sieben Elektro-Rasenmäher in der Praxis getestet. Unterschiede gab es weniger bei der Schnittleistung als beim Bedienungskomfort.
Wer seinen Rasen nicht von Hand mähen mag oder kann und seine Ohren sowie die Nerven der Nachbarn schonen will, kauft sich einen Elektromäher. Dafür muss man heute nicht mehr tief in die Tasche greifen. Die günstigsten Geräte kosten weniger als 100 Franken. Und die Auswahl ist gross.
Für einen Praxistest hat Haus & Garten sieben Rasenmäher zu Preisen zwischen 79 und 318 Franken ausgewählt. Die Schnittbreite reichte von 28 bis 34 cm, die Leistung von 900 bis 1300 Watt (siehe Tabelle).
Als einziges der sieben Geräte verfügt das Modell von Gardena über einen flexiblen Lenkholm. Ausserdem sind die Vorderräder nach dem Lösen der Arretierung beweglich. Bei Rasen mit Bäumen, Büschen oder kurvigem Rand sei die Lenkbarkeit ein grosser Vorteil, so der Verkäufer bei der M-Garden Allschwil BL.
Ganz anders als die anderen Modelle konzipiert ist Alm 28 von Bosch: Wie ein Ufo gleitet der Luftkissenmäher über den Rasen. Statt eines Messers kappt ein Plastikteil die Halme.
Testgelände war ein Sportrasen mit mehr oder weniger ebenem Untergrund. Diese Bedingungen trifft man auch in vielen privaten Gärten an. In einer Rabatte mit hohem Gras (15 cm und mehr) und unebenem Boden mussten die Mäher zeigen, was sie taugen.
Als Testpersonen fungierten Profi-Gärtner Charly Mutz sowie die Laien Beatrice Moppert und Karl Gubler. Die Geräte waren bereits zusammengebaut. Erstes Kriterium im Test: Wie einfach lassen sich die Mäher bedienen, schieben und manövrieren? Einzig beim Lenkmäher von Gardena gab es Probleme. Das einstimmige Urteil: «gewöhnungsbedürftig».
Punkto Bedienung bekam der durchgehende Sicherheitsbügel von Wolf besonders gute Noten. «Das ist weniger ermüdend, als wenn man ihn nur mit einer Hand festhalten kann», sagt Hobby-Gärtnerin Moppert.
Ebenfalls positiv aufgefallen sind die Haltegriffe über dem Motor, wie sie der Bosch Rotak 34 und der Wolf-Mäher haben. Dank der Griffe lassen sich auch Kellertreppen einfach bewältigen. Beim Gardena-Mäher dient dazu der eingeklappte Holm. Wegen des höheren Gewichts ist das Tragen des Geräts trotzdem eher beschwerlich.
Mühsam bei vier Geräten: Verstellen der Schnitthöhe
Beim Kraftaufwand (Schieben und Mähen) schnitten alle Geräte ähnlich gut ab. Als unpraktisch empfanden die Testpersonen bei vier Produkten das Verstellen der Schnitthöhe. Dazu mussten jeweils alle vier Räder ab- und wieder angeschraubt werden. Nur beim Bosch Rotak und beim Wolf 2.32 geschieht dies durch einen Hebel zentral, beim Bosch-Luftkissenmodell durch eine einzige Drehbewegung. Dafür bezeichneten zwei Testpersonen den Lärm dieses Geräts als «giftig». Der Bosch Rotak 34 wurde übereinstimmend als eher laut empfunden, bei den anderen Mähern gab es keine Beschwerden.
Schnittqualität: Hohes Gras macht CMI 35 zu schaffen
Sehr wichtig ist natürlich die Schnittqualität. Hier mussten bei allen Geräten Abstriche gemacht werden: Das Gras wird mit einem rotierenden Messer abgeschlagen, was zu einer Gelbfärbung der Spitzen führen kann (Beheben von Rasenschäden: siehe Haus & Garten 2/2006). Eine speziell gute Schnittleistung attestierte Experte Mutz dem Modell von Wolf.
Niedriges und mittelhohes Gras schafften die Geräte problemlos. Nur beim Luftkissenbläser von Bosch präsentierte sich das Schnittbild etwas unregelmässig. In hohem Gras stiess einzig der CMI 35 an seine Leistungsgrenze.
Ausser dem Luftkissenmodell verfügen alle Mäher über einen Fangkorb. Das Montieren und Demontieren des Korbs ist bei allen Geräten einfach. Das ist umso wichtiger, als er häufig geleert werden muss. Dies gilt vor allem für den Korb des Wolf-Elektromähers mit seinen 25 Litern Inhalt - ein Schwachpunkt, den vor allem Beatrice Moppert als störend empfand. Ansonsten erhielt dieses Gerät von allen Testpersonen die Note «sehr gut».
Do-It-Yourself-Montage
Bei allen Elektromähern müssen zunächst verschiedene Einzelteile montiert werden. Als Hilfe dienen - häufig sehr kleine - Illustrationen. Dass der sperrige Holm und der Fangkorb nicht schon montiert geliefert werden, ist verständlich. Ärgerlich: Bei den Modellen von CMI und der Migros-Eigenmarke Do-it muss auch die Heckklappe fixiert werden. Was in der Fabrik in wenigen Sekunden erledigt werden könnte, kostet im Do-it-yourself-Verfahren Zeit und verursacht Kopfzerbrechen.
09. Mai 2007 | STEPHAN DIETRICH
