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Artikel | K-Tipp 4/2007

Filter gegen Feinstaub im Büro

Laserdrucker und Kopiergeräte geben nicht nur giftige Substanzen ab, sondern auch gefährlichen Feinstaub. Filter dagegen sind jetzt auch in der Schweiz erhältlich.

Forscher warnen bereits seit Jahren vor den Schadstoffen der Laserdrucker und Kopierer: Denn mit dem Toner gelangen giftige Substanzen wie Kobalt, Nickel und Quecksilber oder die krebserregenden Stoffe Styrol, Benzol und Phenol in die Luft.

Für die deutsche Interessengemeinschaft Tonergeschädigter (ITG) ist längst klar, dass Tonerstaub Husten, Halsschmerzen, Schnupfen und längerfristig auch Asthma auslösen kann (siehe K-Tipp 2/ 2007). ITG-Geschäftsführer Hans-Joachim Stelting: «Es ist unverantwortlich, die Atemluft von Millionen Menschen ohne Not mit den unge?lterten Emissionen von Laserdruckern zu belasten.» Die ITG hat inzwischen 1300 Verdachtsfälle von Erkrankungen durch Tonerstaub dokumentiert, 27 davon stammen aus der Schweiz.

Was Benutzer von Laserdruckern bisher kaum wussten: Die von Stelting geforderten Filter für Drucker und Kopierer sind auch in der Schweiz erhältlich. Die österreichische Firma Dexwet entwickelte einen Partikel?lter, der an praktisch jedem Drucker oder Kopierer montiert werden kann. Dazu wird an der Abluftöffnung des Geräts ein Gehäuse mit Filter befestigt. Je nach Modell kostet der Filter zwischen 60 und 90 Franken. Laut Hersteller muss er nach 70 000 Ausdrucken ersetzt werden.

Doch Drucker und Kopiergeräte wirbeln nicht nur Schadstoffe in die Luft, sondern auch problematischen Feinstaub, wie eine neue, gross angelegte Studie zeigt. Eine Forschergruppe analysierte im Auftrag des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) 63 Büroräume mit ebenso vielen Geräten. In jedem Raum wurden Zehntausende von Daten aufgezeichnet.

Das Fazit von Volker Mersch-Sundermann, Direktor des Instituts für Innenraum- und Umwelttoxikologie der Universität Giessen: Die Laserdrucker belasten die Büroluft neben den bereits bekannten giftigen Stoffen massiv mit ultrafeinen Staubpartikeln (sogenannten Nanopartikeln). Diese können über die Lungen in die Blutbahnen vordringen und stehen im Verdacht, toxisch zu wirken.


Die Gefahr lauert beim Einschalten

Regelrechte Schwaden dieses heimtückischen Staubs werden laut Studie genau dann aus den Geräten geblasen, wenn die Drucker und Kopierer in Betrieb genommen werden. Entscheidend für die Menge des Feinstaubs sind der Typ, das Alter und der Wartungszustand der Drucker. Nur einen geringen Einfluss hatten die Druck- und Kopiergeräte gemäss der Studie auf die Werte für normalen Staub, Luftkeime und Schimmelpilze.



Hier erhalten Sie die Tonerstaub-Filter

Bezugsquellen für Dexwet-Tonerstaubfilter:
- Frema-Schläppi AG 5042 Hirschthal Tel. 062 721 30 24 www.frema-schlaeppi.ch
- Polyton GmbH 8181 Höri Tel. 044 886 28 05 www.polyton.ch
- Toner-Taxi.ch 4153 Reinach Tel. 061 423 88 55
- ARP Datacom 6343 Rotkreuz 041 799 09 09 www.arp.com
- modEX, 8610 Uster Tel. 043 399 18 00 www.modex.ch
Liste der kompatiblen Drucker: www.dexwet.com

Für den Umgang mit Druckern und Kopiergeräten rät die Suva:
- Geräte gut warten
- Abluftöffnungen nicht auf Mitarbeiter richten
- Räume häufig lüften
- Tonerbehälter nicht schütteln und auf keinen Fall selber öffnen
- Tonerpulver sofort feucht aufwischen
Schadstoffgeprüfte Laserdrucker und Toner («Blauer Engel»-Zertifikat) unter www. blauer-engel.de

28. Februar 2007 | Otto Hostettler


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