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Experten warnen vor dem breiten Einsatz vor Triclosan im Haushalt: Der Keimkiller wird unwirksam.
Triclosan kann im Spital Leben retten, denn es tötet krank machende Keime ab. Doch auch immer mehr Haushaltsund Hygieneprodukte enthalten den Keimkiller. Bei Kosmetika und Zahnpasta ist Triclosan als Inhaltsstoff aufgeführt. Die Substanz kann zudem in Produkten mit dem Hinweis «antibakteriell» oder «sanitized» enthalten sein, zum Beispiel in Textilien oder in Kunststoffprodukten wie Schneidebrettchen oder Gymnastikmatten.
Jetzt warnt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung BfR vor solchen Produkten. Der breite Einsatz im Alltag führe dazu, dass Keime resistent werden. Die verheerende Folge: Plötzlich nützt das Desinfektionsmittel im Spital nichts mehr. Noch schlimmer: Die Keime werden nicht nur unempfindlich auf Triclosan - auch etliche Antibiotika nützen plötzlich nichts mehr. Für BfR-Präsident Andreas Hensel ist deshalb klar, dass Triclosan im Haushalt nichts zu suchen hat.
Obwohl der Stoff auch in der Schweiz zugelassen ist, hält Gérard Donzé vom Bundesamt für Gesundheit wenig von Alltagsprodukten mit Triclosan.
Die EU will jetzt Triclosan unter die Lupe nehmen. Sollte sie den Stoff für bestimmte Produkte verbieten, wird die Schweiz «sehr gerne schnell nachziehen», so Donzé. «Ein vorzeitiges Triclosan-Verbot der Schweiz im Alleingang wäre aber nur sehr schwer zu erreichen.»
(sm)
24. Januar 2007
