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Zahlreiche K-Tipp-Leser erhielten einen Fax. Dieser empfiehlt, die Aktien eines englischen Unternehmens zu kaufen. Doch davon profitiert wohl nur der Absender.
Am Dienstagmorgen landete ein handgeschriebener Fax bei zahlreichen K-Tipp-Lesern. Adressiert war er an einen gewissen Holger. Der Massenversand gaukelt einen heissen Aktien-Tipp vor: «Jetzt kannst Du, bzw. musst Du, die Aktien kaufen. Sichere 250 Prozent.»
Die empfohlene Aktie wird vom Unternehmen «Idea Fabrik» mit Sitz in London herausgegeben. Die Firma stellt Internetspiele her und vertreibt diese.
Das Vorgehen erinnert an den Swiss Money Report. Über dessen Masche hat der K-Tipp schon mehrfach berichtet: Auch dieses Unternehmen betreibt aggressive Fax-Werbung für Aktien. So animiert es Kleinanleger zum Kauf. Auf den steilen Kursanstieg solcher Titel folgt aber meist ein extremer Absturz – und die Betroffenen bleiben auf ihren wertlosen Aktien sitzen.
Dies gilt auch im Fall der Idea-Fabrik-Aktie: Die Aktie stieg am 5. Juli bis zum Mittag von 3.28 auf 5 Franken. Sie verlor dann aber innerhalb von zwei Stunden den ganzen Wert wieder und sank auf 2.5 Franken.
Die Schweizerische Finanzmarktaufsicht Finma warnt vor Aktientipps mit unbekanntem Absender: «Davon profitiert am Schluss meist nur der Absender. Er bewirbt die Aktie und verkauft sie nach dem Anstieg. Die meisten anderen gehen leer aus oder verlieren sogar.»
Woher der Fax kommt, ist unklar. Das Unternehmen «Idea Fabrik» bestreitet, ihn selber verschickt zu haben.
05. Juli 2011 | Jonas Arnold
