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Im Jahr 2000 empfahl mir ein Vertreter der Swiss Life die Spar-Lebensversicherung Swiss Life Temperament. Ich habe daraufhin 80 000 Franken einbezahlt. Per Ende 2009 hatte die fondsgebundene Lebensversicherung noch einen Steuerwert von 42 369 Franken. Muss ich diesen Wertverlust akzeptieren?
Mit der fondsgebundenen Spar-Lebensversicherung Swiss Life Temperament setzen Sie voll auf die Chancen und Risiken der Kapitalmärkte. Ihre Prämien werden in «professionell gemanagte Investmentfonds angelegt – ganz nach Ihrem persönlichen Risikoprofil».
So lautete das Versprechen der Swiss Life. Damals war sich das Unternehmen sicher, dass die Aktienmärkte nur eine Richtung kennen: aufwärts. Deshalb wurden diese Produkte ohne Kapitalschutz angeboten. Anleger, die 2007 in Swiss-Life-Produkte eingestiegen waren, sehen sich heute mit Verlusten bis zu 80 Prozent konfrontiert.
Inzwischen ist die Swiss Life klüger und operiert mit kapitalgeschützten Produkten wie etwa der fondsgebundenen Lebensversicherung Swiss Life Champion Invest. Am Ende der Vertragslaufzeit werden hier je nach gewählter Garantiestufe 90, 100 oder gar 110 Prozent der Kapitaleinlage ausbezahlt, auch wenn der Wert der Fonds darunter liegen sollte.
Das ist für Sie allerdings ein schwacher Trost. Leider können Sie nichts gegen die Swiss Life unternehmen, weil die Verträge eindeutig sind. Das schlechte Abschneiden der Fonds geht zu Ihren Lasten.
30. August 2010 | Anton Ladner
Kommentare (1) |
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Die Frechheit ist, dass weder im Antrag noch im Vertrag die Rede
von Kosten und Risikoprämien ist. Die Wertverluste des Fonds
sind das eine, die hohen Kosten das andere. Zudem wird im Antrag nie
ein Verlsutszenario beschrieben, jedoch immer eine überhöhte
(nicht garantierte) Gewinnsumme. Ich find dies kriminell.